DiVerses für Augen und Ohren

Zum Lesen und Anhören

Die Philosoffen im Buschenschank

Sokrates, Sartre & Co unplugged

TIERISCH-Satirisches

Die Kifferbienen

All about the CannaBees

Das Huhn

Philosophiert’s oder prokrastiniert’s?

Die Anakonda

Im Urwald war die Anakonda

bekannt als riesen Hypochonder.

Mal war’s ein Stechen in der Brust

dann Blasenschwäche, Hörverlust,

mal Hitzewallung, Juckreiz auch,

dann dieses Zieh‘n im Unterbauch.

Mit Ärzten tat sie sich’s verscherzen

durch Klagen über Gliederschmerzen,

auch ihr Mutmaßen über Gicht

beflügelte ihr Anseh‘n nicht.

Zudem erlag’s der Illusion

von erektiler Dysfunktion,

was ausgeschlossen ganz und gar

weil sie genetisch weiblich war.

Als eines Tages sie verstarb,

kaum jemand kam zu ihrem Grab.

Denn alle stimmten überein:

„Den Tod, ach, bildet sie sich ein.“

Illustration: Inge Wurzinger

Das Fiesel

Das wohl fieseste Geschöpf der Welt

Das Bison

Es war einmal ein Bison,

das hatte einen Ziehsohn.

Doch sah man ihn fast nie

am Tag in der Prärie,

weil er, was niemand wusste,

zuhause BÜFFELN musste.

Der liebeskranke Krake

Illustration: Inge Wurzinger

Das Zebra

Das Zebra war höchst deprimiert,

denn statt gestreift war es kariert.

Gewiss solch Karo-Muster gelten

in Zebrakreisen als sehr selten.

Zudem Kariertes, welches klein,

ist weltweit längst kein Wunschdesign.

Drob, dass dies aus der Mode kam,

fühlt’s Zebra durchaus Body-Scham.

Ja, man muss sagen indigniert:

Das Tier fühlt sich diskriminiert.

Drum riet man ihm: „So wend‘ dich schnelle

an die Antidiskriminierungsstelle!

Die liegt am Rand der Serengeti

und dient der Krethi und dem Plethi!“

Sogleich macht auf sich die Karierte

zur Stelle, wo sich’s registrierte

und nach Beschwerde-Tätigung

sofort erhielt Bestätigung –

und zwar in Form eines Bescheids,

in dem stand vorgedruckt bereits,

dass niemals wegen der „Karierung“

erfahr‘n sie darf Diskriminierung.

Allein schon von Gesetzes wegen!

Das kommt dem Zebra sehr gelegen.

Nun wie befreit von schwerer Schleppe

trabt es vergnüglich durch die Steppe,

erfreut sich wahrer Stimmungswandlung

dank amtsverfügter Gleichbehandlung.

Dort trifft es, weniger ergötzlich,

auf einen jungen Löwen plötzlich,

der, kennend des Gesetzes Brauch,

behandelt es wie andre auch.

MAHLZEIT!

Die Echsen 2.0

Echsen-Sex mit Echsen-Ex?

Der König der Fische

Die Fische trafen sich im Meer,

so in der Mitte ungefähr,

um zu erwählen untertänig

aus ihrem Kreise einen König.

Sehr rasch gekürt war als Monarch

ein edler Hering, welcher sprach:

„So hört mein Manifest

und folget drei Dekreten:

Punkt eins, wenn ihr einander fresst,

verschluckt euch nicht an Gräten!

Punkt zwei: Wer künftig schwärmt,

tu‘ dies in Schwärmen unverdrossen,

doch wer für andre schwärmt

als mich, der kriegt eins auf die Flossen.

Und drittens, hört! Ich sag es klar,

fortan für jeden gilt dasselbe:

DAS MEER IST KEIN PISSOIR!

Ja, nicht einmal das Gelbe!“

Das Känguru

Im Busch dem Känguru

enthuschte einst ein Pu.

Der Pu zunächst nicht stört,

da er blieb ungehört.

Als plötzlich man jedoch

ihn bis Neuseeland roch.

Das Känguru im Sprung

flüstert „Entschuldigung“.

Der Pandabär

Im Urwald trägt der Pandabär

auf seinem Kopf stets Underwear.

Gelernt hat er die Eigenart

von seiner Tante Eberhard,

die/der einst schon im Pariser Zoo

allsonntags coram publico

bestrich mit rotem Nagellack

das Ohr sowie den Hodensack

von Rilkes Panther nebenan,

der so verfiel dem Psycho-Wahn,

und plötzlich tausend Stäbe sah,

wo höchstens waren bloß ein paar,

und später dann, recht tragisch war’s

mit einem Ma(h)l sich selber fraß,

mit Kopf und Fuß und schwarzem Haar.

Die Szene doch recht sonderbar

hielt fest mit Farben klar und hell

ein Dadaist als Aquarell.

Das Bild ging um die ganze Welt,

sah überall man ausgestellt.

Am Kunstwerk sich die Geister schieden,

geklaut wurd‘ es von Meisterdieben,

bevor das Bildnis in die Hände kam

von einem Inder, der’s am Ende nahm

mit auf ein Schiff, welches gestrandet,

an einem Riff, das Bildnis landet

im Urwald, wo‘s der Pandabär

nicht seh’n kann weg’n der Underwear.

Illustration: Inge Wurzinger

Der Fuchs und der Luchs 

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